Die Schachblume im Sinntal

Den Besucher des Sinntals bei Altengronau im Spessart, im hessisch-
bayerischen Grenzgebiet am südlichen Rand des Main-Kinzig-Kreises, erwartet eine botanische Kostbarkeit. Die Blume des Jahres 1993 mit dem lateinischen Namen Fritillaria meleagris ist ein Liliengewächs, dass vornehmlich auf häufig überschwemmten Auenwiesen, Flachmooren und Sümpfen gedeiht.

Die Schachblume verdankt ihren Namen ihrer schachbrettartig gemusterten, purpurbraunen Blüte, mit der sie in jedem Frühjahr von Ende April bis in die ersten Maitage hinein die Feuchtwiesen des Sinntales überzieht. Eingerahmt von den bewaldeten Höhen des Sandsteinspessarts, beherbergt das Sinntal eines der wenigen großen zusammenhängenden Vorkommen dieser floristisch sehr wertvollen Pflanze in Deutschland.

Der Entzug ihres Lebensraumes durch großflächige Entwässerungsmaßnahmen und die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten führte dazu, dass die Schachblume nicht mehr die feuchtmageren Wiesenstandorte findet, die sie zu ihrem Gedeihen braucht. Sie steht deshalb bundesweit ganz oben auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

In den 80er Jahren hat man auf Antrag der HGON die Sinnwiesen von Altengronau und die Struth von Altengronau mit insgesamt 80 ha als hessische Naturschutzgebiete ausgewiesen. Länderübergreifend erstreckt sich das Vorkommen der Schachblume hier auf einer Fläche von insgesamt 500 ha.

Hessen und seine Pflanzenwelt - Die Schachblume im hessischen Spessart

Ein Besuch der Schachblumen lohnt sich besonders zur Blüte zwischen dem
18. April und dem 10. Mai
. Jedes Jahr bietet die HGON Exkursionen unter der fachkundigen Leitung von Irmgard Schultheis an.  Was? Wann? Wo?

Ansprechpartnerin: Irmgard Schultheis
Mühlweg 4 | 36396 Steinau – Marjoß | Fon:06660-349
Fax: 06660-918374 | irmgardschultheis@freenet.de


Irmgard Schultheis initiierte auch die seit 2005 bestehende Schachblumenpartnerschaft zwischen der bayrischen Marktgemeinde Obersinn an der hessisch-bayerischen Landesgrenze und der Gemeinde Großsteinbach in der Steiermark, Österreich.





Feierliche Besiegelung der Schachblumen- Partnerschaft zwischen der Gemeinde Obersinn und der Gemeinde Großsteinbach. v.lks n. re.: Bürgermeister Josef Rath (Gemeinde Großsteinbach), Irmgard Schultheis, Josef Kaufmann (Berg- und Naturwacht Großsteinbach), Bürgermeister Richard Stenglein (Gemeinde Obersinn)

 

 

 

 

 

Hessische
Gesellschaft für
Ornithologie und
Naturschutz e.V.
Arbeitskreis Main-Kinzig

Naturschutz -
find ich gut!


Hessische Gesellschaft für
Ornithologie und Naturschutz e.V. Arbeitskreis Main-Kinzig
Gartenstraße 37
D - 63517 Rodenbach
Fon: 06184 - 56160
Fax: 06184 - 56171


Für unsere Naturschutzarbeit benötigen wir Ihre Spende!

Spendenkonto bei der
Raiffeisenbank Rodenbach
BLZ 506 636 99, Konto 87130

Vielen Dank!


Ihre Ansprechpartnerin:
Frau Andrea Wohlleben
Fon: 06184 - 56160

Mailen Sie uns!
hgon.mkk@t-online.de

Letzte Aktualisierung
16. Mai 2012

Impressum