Waldnaturschutz in Hessen       
       

Wir danken für die langjährige Unterstützung

   

Heute schon Wildnis wagen - im Urwald von morgen

Die „Ökonomisierung“ des Staats-, Gemeinde- und Privatwaldes bewirkt eine Verschärfung des Konfliktes zwischen der Forstwirtschaft und dem Naturschutz. Unter zunehmendem wirtschaftlichem Druck werden Belange des Natur- und Artenschutzes heute vielfach nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt.
Dem ist entschieden entgegenzuwirken durch eine(n):

  • nachhaltige forstliche Nutzung der heimischen Wälder,
  • wirksamen Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt im Wald,
    Stichwort Biodiversität,
  • partiellen und/oder vollkommenen Nutzungsverzicht durch:
    Einzelbaumschutz, Prozessschutz („Urwald“), Altholzinseln etc. und die
  • Integration von Naturschutz-Anforderungen in die Nutzung.

Seit Jahren engagiert sich der Arbeitskreis Main-Kinzig, insbesondere die aus der Arbeitsgruppe Altholzinseln hervorgegangene AG Waldnaturschutz - gemeinsam mit anerkannten Fachleuten aus Forst und Wissenschaft - auf dem Sektor Waldnaturschutz in Hessen.

Dies beinhaltet neben der Publikation methodischer Untersuchungen und Dokumentationen die konkrete Maßnahmenumsetzung vor Ort bis hin zur vollkommenen Unterschutzstellung eines Waldgebietes versehen mit einem dauerhaften Nutzungsverzicht (Prozessschutz); dies immer in enger Kooperation mit den Waldbesitzern, den betreffenden Kommunen, Kreis- und Landesbehörden, örtlichen Naturschützern sowie der Forstverwaltung.

Bericht aus dem Arbeitskreis Main-Kinzig: Waldnaturschutz - Aktivitäten im MKK (2007)

Altholzinseln als Refugien für bedrohte Tierarten

Die 958 heute bestehenden Altholzinseln (in der Regel Buchen-Altholzbestände) sind - mit einer Gesamtfläche von 1.708 ha (0,2 % der Landeswaldfläche) - eine hessische Besonderheit und sollten ausnahmslos erhalten bleiben, solange sie die wesentlichen Habitatqualitäten (stehendes und liegendes Alt- und Totholz sowie Baumhöhlen) aufweisen.

Alte Bäume sind ideale Horststandorte für seltene und gefährdete Vogelarten wie den Schwarzstorch und den Schwarzmilan. Im Mittel sind immerhin 1,5 Groß- höhlenbäume / ha vorhanden, existentiell für Großhöhlenbrüter wie den Schwarzspecht. Insbesondere besitzen Altholzinseln aufgrund ihres faunistisch bedeutsamen Strukturreichtums hohe Bedeutung für das Vorkommen von Grün- und Grauspechten, Hohltauben, Raufußkäuzen, Dohlen und Fledermäusen. Auch andere alt- und totholzbewohnende Tiere (Käfer, Spinnen, Kurzflügler u.v.a.) und Pflanzen profitieren von Altholzinseln.

Die AG Waldnaturschutz wird unterstützt von




Herbert Steinhauser (HGON) und Jörg Muth (Stadt Langenselbold, links) stellen Prof. Dieter Weirich (Fraport AG, Leiter Unternehmenskommunikation, rechts) das Waldnaturschutzprojekt
am Beispiel des unter Prozesschutz stehenden Langenselbolder Auenwalds vor

Presse

Umweltfonds der Fraport AG fördert Naturschutz im Wald
Arbeitskreis Main-Kinzig der HGON legt Bericht vor
Pressemitteilung 14.2.2008

 

Altholzinseln in hessischen Wäldern -
Letzte Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Pressemitteilung 5.3.2007

Heute schon Wildnis wagen - im Urwald von morgen
Pressemitteilung 25.4.2006

Projektübersicht

 

 

 

 

 

 

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Gesellschaft für
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Letzte Aktualisierung
16. Mai 2012

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