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Wendehals

Spezieller Vogel mit besonderer Lebensweise

Der Wendehals hat seinen Namen von einem ihm typischen Verhalten. Er führt eine sogenannte Mimikry durch, bei dem er durch schlingernde und drehende Kopfbewegungen eine Schlange imitiert und somit Greifvögel und andere Räuber vertreibt. Er gehört zu den kleineren Spechtarten in unseren Breiten, zimmert sich jedoch keine eigene Höhlen. Da er nicht in dichten Wäldern, sondern in der halboffenen Kulturlandschaft und an Waldrändern lebt, findet er dort nur selten natürlichen Höhlen zum Brüten. Oft muss er sogar andere kleinere Vögel aus ihren Bruthöhlen vertreiben, um einen Brutplatz zu finden. Der Wendehals musste in den vergangenen Jahren erhebliche Bestandseinbußen hinnehmen und ist im Main-Kinzig-Kreis beinahe vollständig verschwunden. Die letzten Refugien sind Streuobstwiesen oder selten gewordene, offene Magerstandorte, welche kombiniert ideale Lebensbedingungen für den Vogel bieten. Diese sind jedoch durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer stärker zurückgegangen. Auch an seine Hauptnahrungstiere, den Ameisen, kommt immer schlechter heran, weil die aufwachsende Vegetation ihm in gut gedüngten Arealen den Weg versperrt. Bei zu häufiger Mahd sind zudem kaum noch Nahrungsinsekten für den Vogel zu finden. Außerdem ist der Wendehals die einzige heimische Spechtart, die als langestrecken Zugvogel gilt. Er überwintert nämlich südlich der Sahara, wodurch er jedes Jahr einen beschwerlichen Weg auf sich nehmen muss.

Wendehals

Gemeinsam ein zu Hause bieten

Dem starken Rückgang der Wendehals-Population möchten die HGON und der Landschaftspflegeverband des MKK in einem verbandsübergreifendem Team von mehreren Naturschutzverbänden entgegenwirken. Ein kreisweites Betreuersystem wurde eingerichtet, welches die relevanten Lebensräume schützen und durch Nisthilfen ausreichende Bruthöhlen schaffen möchte. Die Nistkästen werden überwiegend vom Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sannerz hergestellt. Mittlerweile haben schon mehrere Brutpaare in diesen Kästen gebrütet und es sollen noch weitere Gebiete in das Projekt integriert und mit Nisthilfen ausgestattet werden. Besonders liegt der Fokus auf der Vernetzung von den Verbreitungsräumen im Raum Schlüchtern und in den Streuobstgebieten im westlichen MKK. Wer sich dem Projekt anschließen und mitwirken möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Außerdem bittet die Arbeitsgruppe über Informationen von möglichen Vorkommen des Wendehalses im MKK. Scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren!